Hallo Herr Hassforther,
Zitat:
Hallo,
die Aufnahmen wurden mit einer einfachen(!) Digicam gemacht (nicht
mit einer DSLR). Ziel war und ist es, jungen Interessenten oder
überhaupt Interessenten mit knapper Kasse eine Möglichkeit
aufzuzeigen, in kleinen Schritten sich an Themen der Photometrie zu
wagen, Arbeits- und Auswertungstechniken kennenzulernen.
Als Einstieg ist eine einfache Digicam sicher geeignet. Da
stimme ich auf jeden Fall zu. Für Einsteiger sollte man nicht zu hohe
Hürden aufbauen.
Hier in der Fachgruppe Spektroskopie ist das Thema Photometrie aber
aufgekommen, weil öfter Bedarf an simultaner Photometrie besteht, um die
Spektroskopie besser interpretieren zu können. Zu diesem Zweck sollte
man schon eine Genauigkeit von wenigen hundertstel Magnituden erreichen,
und das möglichst in einem Standardsystem. Ich denke, dass das mit einer
Kamera, die im RAW-Mode aufzeichnet, und genügend viele Bits Tiefe hat,
relativ einfach möglich sein sollte. Erfahrungen damit würden mich
interessieren.
Zitat:
Mir ist bewusst, dass die erreichbare Genauigkeit von geübten und
erfahrenen visuellen Beobachtern übertroffen werden kann,
durchschmittliche Beobachter müssen sich dagegen schon anstrengen.
Sebastiàn Otero
(
http://ar.geocities.com/varsao/Curva_Eta_Carinae.htm) ist kein
Maßstab, das ist ein Ausnahmebeobachter.
Das Sebastian Otero ein außergewöhnlich guter Beobachter ist, ist mir klar.
Zitat:
Ich habe parallel die Photometrie mit DSLRs begonnen - die erzielbare
Genauigkeit ist selbstverständlich weitaus besser, vor allem, da die
Aufnahmen im RAW-Format ausgewertet werden können und letztlich
simultan drei Filteraufnahmen (via Bayer-Matrix) gewonnen werden.
Das würde mich interessieren. Welche Genauigkeit ist damit möglich? Kann
man die Messungen z.B. in das BVR-System transformieren?
Zitat:
Ein kleines Beobachtungsprogramm mit Einfach-Digicams nebenher laufen
zu lassen ist trotzdem ein interessantes Experiment.
Das ist richtig. Die Einschränkungen (Nichtlinearität, wenig Bits/Pixel,
Farbabhängigkeit) sind mir klar. Aber mir ist nicht ganz klar, was davon
wirklich die Genauigkeit beschränkt. Die Farbabhängigkeit ist sicher ein
schwerwiegender Faktor, aber: kann man mit einem Farbfilter oder durch
sorgfältige Wahl der Farbe und Helligkeit der Vergleichssterne deutlich
besser werden, oder ist die geringe Anzahl an Bits und die
Nichtlinearität der begrenzende Faktor? Vielleicht lohnt es sich aber
auch nicht, die Versuche mit einfachen Digicams zu weit zu treiben.
Zitat:
Viele Grüße, Béla Hassforther
Herzliche Grüße vom Königstuhl,
Otmar Stahl