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 Betreff des Beitrags: Cal-Linien-HK
BeitragVerfasst: 03. April 2011, 09:56:49 AM 
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Hallo,

die Philips "Softtone-Lampe" hat im Bereich HK geeignete Linien zum kalibrieren.
Nur kann ich sie nicht sicher zuordnen, bei den schwachen Linien könnte es Hg sein.
Wer kann mir da weiterhelfen?

Gruß
Sirgfried


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 Betreff des Beitrags: Re: Cal-Linien-HK
BeitragVerfasst: 03. April 2011, 10:10:10 AM 
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Zitat:
die Philips "Softtone-Lampe" hat im Bereich HK geeignete Linien zum kalibrieren.
Nur kann ich sie nicht sicher zuordnen, bei den schwachen Linien könnte es Hg sein.
Hallo Siegrfied,

nach der NIST-Datenbank könnten alle Linien vom Hg stammen. http://physics.nist.gov/cgi-bin/ASD/lines1.pl

HgI: 3860.85, 3906.37 und 3901.87
HgII: 3974.4 und 3983.93

Wenn das stimmt, kannst du schön über diesen Wellenlängenbereich kalibrieren.

_________________
Herzliche Grüße / best regards

Lothar

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BeitragVerfasst: 03. April 2011, 11:24:12 AM 
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Lothar, danke für den Hinweis.

Bei den Linien links handelt es sich um
RU 3867,83
TH 3869,663
Das stimmt nach Kalibrierung mit 4 Hg Linien sehr gut überein, womit für den Bereich 6 Linien verfügbar sind.
Eine billige Lösung für diesen Spektralbereich!

Gruß
Siegfried


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BeitragVerfasst: 03. April 2011, 12:33:56 PM 
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Zitat:
Lothar, danke für den Hinweis.
Bei den Linien links handelt es sich um
RU 3867,83
TH 3869,663
Hallo Siegfried,

Rhutenium und Thorium als scharfe Linie (also im Füllgas der Lampe emittiert) hätte ich nicht erwartet. Gut, in den Leuchtpigmenten auf der Glasinnenfläche des Lampenkolbens sind "seltene Erden" enthalten, und Festkörperemissionen sind meistens sehr breit, aber dass die auch noch im Gas vorkommen bei den doch relativ niederen Temperaturen....da bin ich etwas misstrauisch.

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Herzliche Grüße / best regards

Lothar

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BeitragVerfasst: 04. April 2011, 18:12:04 PM 
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Hallo Lothar,

deine Zweifel sind berechtigt. Die Aufnahmen habe ich mit einem Schott BG14 gemacht. Da habe ich mich auf eine nicht vollständige Durchlaßkurve verlassen.
Der BG14 ist im Nahinfrarot mit ca.30% offen. Da ich HK in 2er Ordnung aufgenommen habe ist da der Rotanteil aus erster Ordnung dabei.
Da muß ich mir genau überlegen welche Filterkombination ich da einsetze.

Gruß
Siegfried


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BeitragVerfasst: 23. April 2011, 11:01:26 AM 
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Hallo Lothar,

inzwischen habe ich die richtige Filterkombination für diesen Bereich gefunden,
aus dem Astronomik LRGB-Satz den B und L Filter.
Übrig blieben die Linien, HgI 3901,87 HgI 3906,37 und HgII 3983,93
Gestern ist eine interessante Aufnahme vom Sonnenrand gelungen,
neben den Linien K1-K3 sind noch Emissionen welche vermutlich von H
stammen!

soll
3889,049
3970,072

gemessen
3888,75
3970,27

Auffällig ist auch der höhere "blaue" Anteil von K2!
Der dunkle Streifen über den markierten Bereich stammt vom Spalt.


Liebe Ostergrüße
Siegfried


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BeitragVerfasst: 26. April 2011, 16:47:07 PM 
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Hallo Siegfried,

es sieht so aus, als hättest du noch weitere Bereiche auf dem Spalt, wo H in Emission zu sehen ist. Ist das schon auf der Sonnenscheibe? Oder auch noch am Rand?

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Lothar

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BeitragVerfasst: 28. April 2011, 22:00:19 PM 
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Hallo Lothar,

das ist ziemlich genau der Übergang zwischen Photosphäre und Chromosphäre. Der Emissionsanteil der Linien H und K stammt ja
aus der Chromosphäre. Ob noch weitere H-Linien sichtbar sind ist nicht sicher, bisher konnte ich in der Literatur nichts genaueres
finden, welche Elemente in der Chromosphäre in Emission zu beobachten sind. Auf jeden Fall ein Interessantes Gebiet, besonders
die aktiven Gebiete sind in HK sehr vielfältig.

Gruß
Siegfried


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BeitragVerfasst: 28. April 2011, 23:03:23 PM 
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Zitat:
Auf jeden Fall ein Interessantes Gebiet, besonders
die aktiven Gebiete sind in HK sehr vielfältig.
Wäre auch ein schönes Thema für den SSS ( http://spektroskopieforum.vdsastro.de/v ... php?t=3352 ). Ende Mai wird eine Schülerin aus Ambach den SSS für etwa 6 bis 8 Wochen für eine Studienarbeit übernehmen.
Mit dem SSS kann man auch Sonnenflecken auf die Faser setzen,oder die Chromosphäre etc. Die Sonnenscheibe hat in der Projektion etwa 7 cm Durchmesser und die Faser 50 um. Man kann theoretisch also kleine Bereiche der Sonne spektroskopieren (wenn man sie auf der Faser halten kann).

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Lothar

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BeitragVerfasst: 07. Mai 2011, 18:28:23 PM 
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Hallo Lothar,

bei der Emission neben der Kalzium H-Linie handelt es sich um H-epsilon.
Für die Studienarbeit mit dem SSS währe das sicher ein interessante Thema, allerdings auch
eine große Herausforderung die Faser an eine genau definierte Stelle zu positionieren.
Das war auch der Grund, weshalb ich das "Projekt Faser" aufgegeben habe.
Die Aufnahme zeigt den Vorteil eines Spaltes, gleichzeitig Umbra und Penumbra bringt
mit "einer" Aufnahme eine menge Daten!

Gruß
Siegfried


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20110422_HK-Fleck.jpg
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BeitragVerfasst: 07. Mai 2011, 19:40:08 PM 
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Hallo Siegfried,

das sind ja interessante Spektren!

Die Emissionen spalten in sich nochmal auf, und zwar neben dem Fleck -radial nach außen- besonders stark. Hängt das mit den Magnetfeldlinien zusammen (Zeemann ?) ? Um dann wieder mit größerer Entfernung vom Föeck wieder zusammen zu laufen und schwächer zu werden.

Sehr schön !
Da solltest du mal einen Vortrag drüber halten. Wie wär'es im Herbst in Langenselbold ?

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Herzliche Grüße / best regards

Lothar

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BeitragVerfasst: 08. Mai 2011, 09:37:40 AM 
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Hallo Lothar,

da bin ich mir noch nicht sicher warum es zur Aufspaltung der Emission kommt, Zeeman ist es vermutlich nicht, obwohl hier ein starkes Magnetfeld vorherrscht. Es dürfte eher mit dem Bereich (Höhe der Atmosphäre) zu tun haben. Wie bekannt, sieht man im Fleck etwas "tiefer"in die Sonne hinein. Somit vermutlich auch in den Bereich wo es zum Übergang von Photosphäre zu Chromosphäre ( optisch dichtes zu dünneren Medium) kommt,
dazu noch die Temperaturverhältnisse. Sehr komplex, aber da könnte ein Astrophysiker sicher genaueres dazu berichten.

Gruß
Siegfried


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BeitragVerfasst: 08. Mai 2011, 11:42:35 AM 
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Tach zusammen,

ist vermutlich "nur" der Wilson-Bappu-Effekt. Die Doppelpeaks findet man in K und M Sternen. Ein Sonnenfleck mit Teff=4000K ist da nix anderes.

Grüße
Thomas

Hold Siegfried schrieb:
Zitat:
Hallo Lothar,

da bin ich mir noch nicht sicher warum es zur Aufspaltung der Emission kommt, Zeeman ist es vermutlich nicht, obwohl hier ein starkes Magnetfeld vorherrscht. Es dürfte eher mit dem Bereich (Höhe der Atmosphäre) zu tun haben. Wie bekannt, sieht man im Fleck etwas "tiefer"in die Sonne hinein. Somit vermutlich auch in den Bereich wo es zum Übergang von Photosphäre zu Chromosphäre ( optisch dichtes zu dünneren Medium) kommt,
dazu noch die Temperaturverhältnisse. Sehr komplex, aber da könnte ein Astrophysiker sicher genaueres dazu berichten.

Gruß
Siegfried





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BeitragVerfasst: 08. Mai 2011, 11:55:44 AM 
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Jetzt hab ich das aber nochmal mit den Augen der Liebe angeschaut: Interessant, dass die Doppelemission nur in der Penumbra erscheint! Da kann ich mir (noch) keinen Reim drauf machen...

Update: Da scheint viel zu passieren:
iopscience.iop.org/0004-637X/557/1/366/ ... 20.web.pdf


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BeitragVerfasst: 08. Mai 2011, 18:47:02 PM 
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Hallo Thomas,

danke für den Link, sehr interessant, obwohl ich das meiste nicht verstehe.
Zumindest habe ich einen Anhaltspunkt für die Vorgehensweise der Ausarbeitung.
Ich denke, definierte (Y-Pos.)schmale Streifen entlang des Spaltes auswerten und die Profile übereinander Plotten, könnte zu einem anschaulichen Ergebnis führen.

Gruß
Siegfried


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BeitragVerfasst: 08. Mai 2011, 19:59:19 PM 
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Zitat:
Die Emissionen spalten in sich nochmal auf, und zwar neben dem Fleck -radial nach außen- besonders stark. Hängt das mit den Magnetfeldlinien zusammen (Zeemann ?) ? Um dann wieder mit größerer Entfernung vom Föeck wieder zusammen zu laufen und schwächer zu werden.
Hallo,
ich bin mir nicht so sicher, ob man den Zeemaneffekt so einfach ausschließen, schließlich hängt die Polarisation wegen der Auswahlregeln (Delta m = -1, 0, +1) von der Richtung des Magnetfeldes ab. Die Aufspaltung natürlich ebenso.
Viele Grüße
Christian


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BeitragVerfasst: 09. Mai 2011, 09:38:59 AM 
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Zitat:
ich bin mir nicht so sicher, ob man den Zeemaneffekt so einfach ausschließen, schließlich hängt die Polarisation wegen der Auswahlregeln (Delta m = -1, 0, +1) von der Richtung des Magnetfeldes ab. Die Aufspaltung natürlich ebenso.
Hallo Christian,

kannst ja spasseshalber mal ein drehbares Polarisationsfilter zwischen Teleskop und Spektrograph montieren und bei verschiedenen Orientierungen des Polfilters spektroskopieren (mag etwas abenteuerlich erscheinen, ist aber relativ einfach durchzuführern).

_________________
Herzliche Grüße / best regards

Lothar

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BeitragVerfasst: 09. Mai 2011, 10:07:17 AM 
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Hallo Lothar,
ich habe Dein vorgeschlagenes Experiment natürlich bis jetzt nicht durchgeführt. Ich nehme an, daß Du damit sagen willst, daß es keine bevorzugte Polarisationsrichtung gibt. Aber gilt dies auch für solche Bereiche wie Sonnenflecken und Penumbra? Ich bin auf diesem Gebiet nicht gut informiert. Da aber Michael Stix in seinem Buch über die Sonne dem Thema Polarisation und Zeemaneffekt einige Seiten widmet, bin ich nicht sicher, ob man den Zeemaneffekt so einfach als Begründung für die partielle Linienaufspaltung ausscheiden kann. Zumindest würde mich der Grund interessieren.
Viele Grüße
Christian


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BeitragVerfasst: 09. Mai 2011, 10:26:44 AM 
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Zitat:
ich habe Dein vorgeschlagenes Experiment natürlich bis jetzt nicht durchgeführt. Ich nehme an, daß Du damit sagen willst, daß es keine bevorzugte Polarisationsrichtung gibt.
Christian,

mit dem vorgeschlagenen Experiment könnte man vielleicht eine Polarisation der Emissionen erkennen, wenn der Polarisationsgrad hoch ist. Wenn der Polarisationsgrad aber < 5% ist, wird man das mit der groben Methode nicht signifikant bestimmen können (vermute ich).

_________________
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Lothar

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BeitragVerfasst: 09. Mai 2011, 19:56:33 PM 
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Hallo,

nur ein Polfilter alleine bringt vermutlich nicht viel. Ein Polarisator mit einer lamda 1/4 Platte währe eine feine Sache,
aber diese Platten sind ziemlich teuer! Das möchte ich später mit einer Bildfeldrotation verbinden. Den Test mit dem Polfilter
mache ich aber trotzdem, werde mich dafür eine aktive Region aussuchen. Was mich interessieren würde ist, ob Änderungen in
den HK Linien von Sternen (Spek.-Typ K und M) mit unseren Mitteln meßbar sind, bzw. welche dafür in Frage kämen.

Gruß
Siegfried


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BeitragVerfasst: 09. Mai 2011, 21:28:37 PM 
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Hallo Siegfried,

hast Du eine Chance, das Spalt-Bild des Guideranschlusses mit zu
fotographieren. Da würdest Du immer genau sehen und zeigen können, wie
der Fleck und die Umgebung ausgesehen hat.

Viele Grüße,
Thomas

PS. Bin gespannt auf die Plots.

Hold Siegfried schrieb:
Zitat:
Hallo Thomas,

danke für den Link, sehr interessant, obwohl ich das meiste nicht
verstehe.
Zumindest habe ich einen Anhaltspunkt für die Vorgehensweise der
Ausarbeitung.
Ich denke, definierte (Y-Pos.)schmale Streifen entlang des Spaltes
auswerten und die Profile übereinander Plotten, könnte zu einem
anschaulichen Ergebnis führen.

Gruß
Siegfried




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FG Spektroskopie Mailingliste

Sie finden dieses Thema im Forum unter:
http://spektroskopieforum.vdsastro.de/v ... 9208#19208

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BeitragVerfasst: 09. Mai 2011, 21:52:12 PM 
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Hallo zusammen,

unter Literatur/Sonne/Magnetfelder steht was zu Zeeman (von Klüber).

Viele Grüße

Dieter


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BeitragVerfasst: 14. Mai 2011, 10:39:45 AM 
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Hallo,

hier eine erste Auswertung. Schwarz ist das Zentrum der Umbra, das grüne und rote Profil sind jeweils vom Rand der Penumbra.
Noch interessanter ist die Region 11195, Profile dazu liefere ich so bald wie möglich nach.
Das ref. Bild der Guidingkamera vom Spalt hat "noch" nicht die erwünschte Qualität, da gibt es noch Probleme mit Streulicht.

Gruß
Siegfried


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BeitragVerfasst: 14. November 2011, 21:23:04 PM 
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Hallo,

nach einer Umbauphase ist der Czerny wieder Einsatzbereit.
Mit der neuen Einkoppelung und Spaltüberwachung,4fach-Spalt von Shelljak, ist es nun möglich gute Bilder der beobachteten Region zu machen.
Somit kann ich endlich exact das Spektrum einer def. Region zuordnen!
Das Bild vom Fleck ist original von der Guidingkamera, nur Vergrößert um
es an das Spektrum anzupassen.

Viele Grüße
Siegfried


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BeitragVerfasst: 15. November 2011, 11:24:24 AM 
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Interessant Siegfried. Wieder sind die Aufspaltungen zu erkennen.

_________________
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Lothar

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BeitragVerfasst: 15. November 2011, 11:48:23 AM 
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Zitat:
Hallo,

nach einer Umbauphase ist der Czerny wieder Einsatzbereit.
Mit der neuen Einkoppelung und Spaltüberwachung,4fach-Spalt von Shelljak, ist es nun möglich gute Bilder der beobachteten Region zu machen.
Somit kann ich endlich exact das Spektrum einer def. Region zuordnen!
Das Bild vom Fleck ist original von der Guidingkamera, nur Vergrößert um
es an das Spektrum anzupassen.

Viele Grüße
Siegfried
Hallo Siegfried,
ich habe zu deinem Bild der Guidingkamera eine Frage: Gibt der schwarze senkrechte Streifen den Spalt wieder?
Zitat:
Interessant Siegfried. Wieder sind die Aufspaltungen zu erkennen.
Hallo Lothar,
meinst Du die Zeeman-Aufspaltung? Ich dachte immer, die sei auf der Sonne so klein, daß sie mit Amateurmittel nicht zu erkennen sei. Welche Linie meinst Du?

Viele Grüße
Christian


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BeitragVerfasst: 15. November 2011, 15:38:12 PM 
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Zitat:
Hallo Lothar,
meinst Du die Zeeman-Aufspaltung? Ich dachte immer, die sei auf der Sonne so klein, daß sie mit Amateurmittel nicht zu erkennen sei. Welche Linie meinst Du?
Hallo Christian,

Ich meine die Aufspaltung an den weiß erscheinenden Emissionslinien.
Keine Zeemannaufspaltung durch Magnetfeldeinwirkung sondern durch den Dopplereffekt. Die ausgestoßenen Gase kommen auf uns zu (aufsteigend) oder entfernen sich (fallend).

_________________
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Lothar

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 15. November 2011, 17:14:35 PM 
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Hallo Lothar,
Zitat:
Hallo Christian,

Ich meine die Aufspaltung an den weiß erscheinenden Emissionslinien.
Keine Zeemannaufspaltung durch Magnetfeldeinwirkung sondern durch den Dopplereffekt. Die ausgestoßenen Gase kommen auf uns zu (aufsteigend) oder entfernen sich (fallend).
Ok, Du meinst sicher die weißen Flecken in der Mitte der rechten und linken Ränder des obigen Spektrums. Aber auch damit habe ich ein Problem. Die werden meiner Ansicht nach in in den darüberliegenden Kurven nicht adäquat representiert. Diese müßten in den beiden "Tälern" deutlich höhere Maxima aufweisen. Wie sind denn die dunklen horizontalen Streifen zu interpretieren?

Viele Grüße
Christian


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BeitragVerfasst: 15. November 2011, 18:11:04 PM 
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Hallo Lothar,

ich halte die hellen Strukturen in den H- und K-Linien eher für
die Emission der Chromosphäre.
Die Aufspaltung kommt durch "Selbstumkehr" im Linienkern zustande.

Viele Grüße
Dieter


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BeitragVerfasst: 15. November 2011, 23:11:10 PM 
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Hallo Christian,

ja der senkrechte Streifen ist der Spalt, das Bild ist ein Schnappschuss aus der Guidingkamera,
nur etwas Vergrößert um es an das Spektrum anzugleichen.
Die dunklen horizontalen Streifen im Kontinuum kommen vom Fleck, da ist es ja etwas dunkler.
Zeeman Aufspaltung ist mein nächstes Ziel! Dafür muss ich mir aber noch ein 2400er Gitter zulegen. Eisenlinien sind dafür gut geeignet, die Aufspaltung ist in etwa 0,3A (maximal).

Hallo Lothar,

wie Dieter schon beschrieben hat stammt die Emission aus der Chromosphäre.
Sollte der Dopplereffekt rasch aufsteigender oder fallender Gasmassen nicht eher in einer Verschiebung der Linien sichtbar sein?

Viele Grüße
Siegfried


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BeitragVerfasst: 19. November 2011, 15:59:22 PM 
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Hallo,

hier eine Auswertung der Aktiven Region 11339.
Interessant ist der höhere blaue Peak im schwarzen Profil. Die Pfeile markieren die Positionen von denen ich die Spektralstreifen genommen wurden. Der vertikale schwarze Streifen vom Spaltbild gibt den Spalt wieder.

Viele Grüße
Siegfried


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