Hallo Christian,
herzlichen Dank für Deine Rückmeldung.
Zitat:
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bei Midas nimmt man eine möglichst schmale Linie des Vergleichsspektrums und misst deren Breite in halber Höhe. Die Wellenlänge dividiert durch die Breite ergibt dann die Auflösung.
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Damit beziehst du Dich auf die Frage, die ich im Datenbearbeitungsboard gestellt hatte. Danke für die Info!
Ich hatte so etwas auch schon vermutet, d.h., wenn man in MIDAS das auf diese Art erledigt, dann scheint es ja wohl das übliche Verfahren zu sein.
Die Frage hatte ich mit Hintergrund eines hochaufgelösten Spaltspektrums, aufgenommen durch einen LHires, gestellt. Als Vergleichsspektrum steht ein Neonspektrum zur Verfügung, welches, auch bedingt durch die unscharfe Abbildung des Objektivs im Spektrographen, am Rand Unschärfen zeigt (im Blauen stärker als im Roten), die sich in verbreiteten Neonlinien manifestieren.
Sollte man in so einem Fall nicht für mehrere Linien die Rechnung durchführen und eine mittlere Auflösung bestimmen?
Die schmalste Linie wird vermutlich den höchsten Auflösungswert liefern.
Noch zum Staranalyser. Dort erhalte ich üblicherweise Auflösungen von besser als R = 120 oder sogar eher R = 150 (H-Alpha) und benutze für die Bestimmung ebenfalls ein Vergleichsspektrum, z.B. einen Stern, den ich zum Kalibrieren hernehme oder einen Stern, der möglichst schmale Linien zeigt. Im Falle von Wega besitzt die H-Alpha-Linie i.d.R. Halbwertsbreiten von um die 40 Angström und Wega hat ja schon recht breite Linien.
Die obigen Spektren liegen also in der Auflösung mindestens bei R=150.
Viele Grüße,
Torsten