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 Betreff des Beitrags: Flat
BeitragVerfasst: 03. Juni 2014, 12:13:26 PM 
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Hallo,

wer kann mir sagen was bei einer Flatkorrektur geschieht. Man nehme ein Objektpixel, werden da mehrere Pixel im Umfeld vom gleichen Pixel im Flat
berücksichtigt, oder was passiert da?

Viele Grüße
Siegfried


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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 04. Juni 2014, 00:03:04 AM 
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Hallo Siegfried,

soweit ich das verstanden habe, erfolgt die Operation 1:1 pixelweise. (Objektintensität-Dark)/(Flatintensität-Dark) Man will ja gerade bestimmte Detaileffekte (Staub usw.) mit dem Flat aus den Messdaten rauskorrigieren. In der Astrophotografie nimt man ja üblicherweise mehrere Flats auf, mittelt die dann und macht noch eine Dark-Korrektur mit den auch mehrfach aufgenommenen "Darkfields".
Flats hatten wir ja auch in Köln auf der Konferenz diskutiert. Bei mir am Czerny-Turner funtioniert das leider nicht so einfach. Ich habe durch thermische Effekte häufig eine Drift der Spektrenabbildung auf dem Chip von ca.1..2 Pixel/10min. Zu meinem großen Glück nur quer zur Dispersion. Bei einer Stunde Belchtungszeit kommt da aber schon was zusammen. Ich stacke darum die Bilder der Einzelspektren in Astroart mit manueller Korrektur zum Endspektrum. Eine Flataufnahme über Faser eingekoppelt Lichtquelle funktioniert da nicht wirklich, weil nie an absolut gleicher CCD-Position, an der ich das eigentliche Spektrum aufgenommen habe.
Ich bastel gerade an einer thermischen Isolierung und Regelung meines Spektrographen und werde dann vermutlich eine Flat-Lichtquelle in den Spektrographen integrieren.

Grüße

Ulrich


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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 04. Juni 2014, 07:49:33 AM 
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Hallo Ulrich,

danke für die Infos. Dachte schon ich bin der einzige mit Faser-Flatproblemen.
Ein weiteres Kriterium vermute ich mit Modenrauschen. Diese hellen "Knoten" im Streifen, eben das Modenrauschen,
ist ja nicht bei jeder Aufnahme an der gleichen Stelle und noch weniger passen diese Stellen mit dem Light überein,
womit es dann zu einer bedenklichen Verfälschung des Objektspektrums kommt. Sicher, viele Flats gemittelt, eventuell
mit einer OCT-Faser aufgenommen, bringen eine Verbesserung. Offen ist auch noch die Frage, ob es einen Transfer von
Modenrauschen gibt! Kann es noch nicht bestätigen, aber ich vermute das Modenrauschen von der Kalibrierfaser auf die
"Objektfaser" übertragen wird bzw. das Modenrauschen beider Fasern sich überlagert.

Gruß
Siegfried


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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 04. Juni 2014, 08:59:49 AM 
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Hallo,
bei meiner Selbstbauanordnung mit dem Lhires habe ich derartige Erscheinungen bei einem Flat noch nie beobachtet.
Viele Grüße
Christian


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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 04. Juni 2014, 13:14:41 PM 
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Hallo,

zunächst mal eine Anmerkung zur "Beruhigung": Das Flatproblem liegt auch bei den Profis vor, denn diese "kochen" auch nur mit Fasern^^

Es ist auf jeden Fall prinzipiell erforderlich wirklich viele Flats zu machen (> 10), auch ohne Faser. Wenn "nur" der Staub auf dem Detektor stört, dann kann man auch den Chip durch einklappen eines Faltspiegels ausleuchten (wird manchmal gemacht).
Die Strukturierung des Spektrums durch die Moden dürfte ein wesentliches Problem sein - ein Faserschüttler (Scrambler) ist daher vorteilhaft.

Wie Siegfried angesprochen hat kann es zu einer "Übertragung der Moden kommen". Das ist kritisch, wenn die Kalibrationsfaser sehr gross auf der Sciencefaser abgebildet wird, denn die Moden sind räumlich getrennt worden. Daher "erfasst" die Sciencefaser schon wenige Moden der Kalibrationsfaser.

Die Flatkorrektur wird 1:1 ausgeführt, wie Ulrich ja geschrieben hat. Was da evtl. Bildbearbeitungsprogramme anstellen, sei dahingestellt. Nachvollziehbar wird das mit MIDAS, wo man mit Aufnahmen ganz normal rechnen kann.

Master_Dark = (Dark_1 + Dark_2 + . . . + Dark_N)/N

Master_Flat = [(Flat_1 - Master_Dark) + (Flat_2 -Master_Dark) + . . . + (Flat_N - Master_Dark)]/N

Oder Median!

In MIDAS können Frames gleicher Spezies in einen Katalog gepackt werden, sodass man mit dem gesamten Katalog arbeiten kann. Hier wird auf jeden Fall jedes Pixel behandelt und nicht irgendwelche nicht-nachvollziehbaren Sachen gemacht.

Da in MIDAS von der Rohbildbearbeitung bis zur Messung der Spektren alles ausgeführt werden kann, ist es gewissen Lösungen mit zwei, drei oder N vielen verschiedenen Programmen vorzuziehen, denn am Ende weiß man bei MIDAS wenigstens noch, an welchem Schritt es scheitert.

Gruss,
Daniel

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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 04. Juni 2014, 15:43:55 PM 
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Hallo Ulrich,

hast Du schon mal bei ausgeschaltener Kühlung der CCD den Drift des Spektrographen beobachtet?

Gruss,
Daniel

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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 04. Juni 2014, 16:59:07 PM 
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Hallo Daniel,

nur eine (evtl. dumme) Frage zur Klärung.
Zitat:
...

Master_Dark = (Dark_1 + Dark_2 + . . . + Dark_N)/N

...
Um welche Darks handelt es sich? Darks mit der Flatbelichtungsdauer oder Bias?

Grüße
Torsten


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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 04. Juni 2014, 17:18:26 PM 
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Hallo,
warum soll man von jedem Flat das Masterdark (wahrscheinlich ist hier das Masterbias gemeint) einzeln subtrahieren? Genauso kann ich das arithmetische Mittel aller Flats bilden und davon das Masterdark subtrahieren.
Viele Grüße
Christian


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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 04. Juni 2014, 17:56:07 PM 
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Hallo Thorsten,

das sollen die nicht-biaskorrigierten Darks sein mit der Flatbelichtungsdauer.

Will man Darks skalieren, muss natürlich das Bias behandelt werden.

Gruss,
Daniel

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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 04. Juni 2014, 18:10:00 PM 
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Hallo Daniel,
worin soll der Sinn liegen, von einem Flat ein Dark statt eines Bias mit der gleichen Belichtungszeit zu subtrahieren?
Viele Grüße
Christian


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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 04. Juni 2014, 18:16:13 PM 
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Hallo Christian,

ein Bias ist ein Dark mit einer Belichtungszeit von t = 0, also der technisch geringstmöglichen Zeit.

Eine CCD-Aufnahme enthält im wesentlichen das Bias (vom Hersteller aufgegebener Offset), Dunkelstrom (thermische Anregung) und das Signal (evtl. Streulicht usw. auch). Wenn man Bias abzieht von einem Frame, bleibt noch der Dunkelstrom und das Signal. Zieht man ein nicht-biaskorrigiertes Dark mit gleicher Belichtungszeit ab, so zieht man das Dunkelsignal und Bias ab und das Signal bleibt (hoffentlich) übrig.

Gruss,
Daniel

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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 04. Juni 2014, 18:37:34 PM 
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Hallo Daniel,
soweit ist das schon recht, aber Rauschen - Rauschen ist ungleich Null! Im übrigen sind bei mir der Unterschied zwischen Dark und Bias sehr gering, um nicht zu sagen vernachlässigbar. Ich habe auch früher vom Dark das Bias abgezogen, bis ich festgestellt habe, daß einzelne Pixel negative Werte haben. Dazu kommt noch der Zeitaufwand: 10 Darks a' 300 s machen 50 min! Deswegen meine ich, daß der Abzug eines Masterbias ausreichend ist.
Viele Grüße
Christian


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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 04. Juni 2014, 18:43:49 PM 
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Hallo Christian,

es hängt immer vom individuellen Gerät ab. Und es sagt ja auch keiner, dass man dadurch Rauschen reduziert. Es geht um die reinen Pegel, die das Kontinuum im Signal erhöhen! Die Tiefe oder Höhe einer Spektrallinie ist davon nicht betroffen. Entsprechende Messungen würden dann verfälscht, wenn man das nicht korrigiert.

Liegt die Temperatur tief genug, kann sicherlich auch bei längeren Belichtungszeiten nur ein geringer Dunkelstrom vorliegen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 04. Juni 2014, 21:06:55 PM 
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Hallo Daniel,

tja was mache ich, wenn der CCD-Cip wandert - die Befürchtung kam mir auch schon mal. Das sollte aber eigentlich schon bei den Astrofotografen aufgefallen sein.
Mal sehen, vielleicht am Wochenende mit künstlicher Quelle - die Nachtstunden sind mir derzeit zu kostbar. Mit etwas Glück bekomme ich heute Datensatz Nr. 18 für Mizar - langsam wird es eine Kurve :)

Wie sieht das eigentlich polarsiationstechnisch mit den Moden aus? Ich habe mal zwischen Faseranpassungsoptik und Eintrittsspalt ein Lambda/4 Plättchen gepackt um lineare Vorzugsrichtungen in zirkular zu (falls vorhanden) wandeln. Den Gittern ist das ja wohl nicht völlig egal. Mit etwas Einbildung gab das einen postiven Effekt, vorausgesetzt die Messbedingungen waren wirklich gleich.

Grüße

Ulrich


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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 05. Juni 2014, 08:39:04 AM 
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Hallo Ulrich,

Polarisation der Fasern ist etwas schwierig, da braucht man eine rigorose elektromagnetische Beschreibung. Nachdem man da einige Näherungen gemacht hat, stellt sich für Stufenindexfaser heraus, dass die Moden nahezu linearpolarisiert sind. Daher werden diese dann auch mit LP_lm bezeichnet. LP für linear polarisiert. Allerdings ergeben alle Moden zusammen wieder eine Mischung der Polarisation. Daneben gibt es auch polarisationserhaltene Fasern.
Der Blaze für ein Gitter kann nur für eine Polarisationsrichtung perfekt gemacht werden - auch dazu braucht man eine elektromagnetische Beschreibung, das geht mit geometrischer Optik auch nicht mehr.
Das Gitter sollte bei Dir den stärksten Effekt haben - die Effizienz ist davon Abhängig.

Gruss,
Daniel

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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 05. Juni 2014, 09:50:16 AM 
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Hallo Christian,
Zitat:
...
Im übrigen sind bei mir der Unterschied zwischen Dark und Bias sehr gering, um nicht zu sagen vernachlässigbar.
...
Das würde mich jetzt aber genauer interessieren. Wenn ich die von den französischen Kollegen vorgeschlagene Aufnahmemethode (siehe unten verlinktes Bild) anwende, werde ich sicher Belichtungszeiten von einigen Minuten erhalten.

Flat durchs Teleskop: http://www.astrosurf.com/vdesnoux/tutor ... q_flat.jpg

Grüße,
Torsten


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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 05. Juni 2014, 10:40:50 AM 
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Hallo Torsten,
ich habe Dark und Bias, nicht Flat und Bias verglichen. Oder habe ich Deinen Einwand falsch verstanden?
Viele Grüße
Christian


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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 05. Juni 2014, 10:50:52 AM 
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Hallo Christian,
Zitat:
Hallo Torsten,
ich habe Dark und Bias, nicht Flat und Bias verglichen. Oder habe ich Deinen Einwand falsch verstanden?
Viele Grüße
Christian
Ich meinte schon auch dark und bias. In dem verlinkten Bild unten muss ich zum flat auch ein dark aufnehmen (so interpretiere ich Daniels Antwort auf meine Frage bzgl. Masterdark oben). Wenn die flat-Aufnahme mehrere Minuten dauert, wird das zugehörige dark die gleiche Zeit benötigen.

Deshalb ja meine Frage: liegen die Belichtungszeiten, wenn du flats aufnimmst im bias-Bereich? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Wie verfährst Du bei der aufnahme von flats? auch durchs Teleskop oder ähnlich wie in der LHires-Bedieungsanleitung?

Flat durchs Teleskop: http://www.astrosurf.com/vdesnoux/tutor ... q_flat.jpg

Grüße,
Torsten


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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 05. Juni 2014, 11:02:14 AM 
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Hallo Torsten,

ja genau, das Dark mit der selben Belichtungszeit aufgenommen werden, wie das Frame, vom dem es subtrahiert werden soll.

Gruss,
Daniel

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Daniel P. Sablowski

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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 05. Juni 2014, 11:11:21 AM 
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Hallo Torsten,
ich glaube, daß ich jetzt verstehe, was Du meinst. Schau Dir meinen Beitrag im Spektrum (VdS) Nr. 44 an. Das Flat nehme ich über den Lichtleiter auf, indem ich eine 12 V Halogenlampe an das offene Ende halte. Je nach Spektralbereich liegen die Belichtungszeiten zwischen 3 und 30 s. Als Stromquelle dient ein Akku, der natürlich keine absolut konstante Spannung hat und die Belichtungszeiten auch etwas beeinflussen kann. Dazu muß ich noch erwähnen, daß die Flats nur dazu benutze, Verunreinigungen aufzuspüren. Ich benutze sie nicht zur Kalibration.
Meine Darks habe ich mit Belichtungszeiten bis zu 600 s aufgenommen, wobei ich den CCD auf -20 C abkühle. Selbst dann habe ich keine nennenswerten Unterschiede zu den Bias.
Viele Grüße
Christian


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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 05. Juni 2014, 11:57:23 AM 
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Zitat:
Meine Darks habe ich mit Belichtungszeiten bis zu 600 s aufgenommen, wobei ich den CCD auf -20 C abkühle. Selbst dann habe ich keine nennenswerten Unterschiede zu den Bias.
Hallo Christian,

bei -30°C finde auch ich bei meiner Fischer-Kamera Sigma 1603ME fast keinen mittleren Dunkelstrom mehr (bei Bel.z. <= 600s), aber einzelne heiße oder warme Pixel, die stark erhöhte Intensitäten zeigen. Diese sollten durch den Dark-Abzug berücksichtigt/eliminiert werden.

Im übrigen habe ich es auch so wie du gehalten: Mit einem Flat zu Beginn einer Beobachtungsnacht stelle ich fest, in welchen Pixelzeilenbereichen keine Schatten von Dreck vorhanden sind und lege dann den Spektrumstreifen auf eine solchen Pixelzeilenbereich. Ist diese Bedingung erfüllt braucht man nach meiner Erfahrung keine Flatkorrektur mehr.

_________________
Herzliche Grüße / best regards

Lothar

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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 05. Juni 2014, 12:24:34 PM 
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Zitat:
bei -30°C finde auch ich bei meiner Fischer-Kamera Sigma 1603ME fast keinen mittleren Dunkelstrom mehr (bei Bel.z. <= 600s), aber einzelne heiße oder warme Pixel, die stark erhöhte Intensitäten zeigen. Diese sollten durch den Dark-Abzug berücksichtigt/eliminiert werden.

Im übrigen habe ich es auch so wie du gehalten: Mit einem Flat zu Beginn einer Beobachtungsnacht stelle ich fest, in welchen Pixelzeilenbereichen keine Schatten von Dreck vorhanden sind und lege dann den Spektrumstreifen auf eine solchen Pixelzeilenbereich. Ist diese Bedingung erfüllt braucht man nach meiner Erfahrung keine Flatkorrektur mehr.
Hallo Lothar,
die heißen oder warmen Pixel müssten bei der Reduktion durch Iraf ( auch bei Midas) herausgefiltert werden, was meiner Erfahrung auch ganz gut funktioniert. Du hast doch auch Iraf installiert. Wie ist Deine Erfahrung?

Es ist sicher eine gute Idee, das Flat zu Beginn zu machen, hat jedoch auch einige Nachteile. Zunächst bin ich immer froh, wenn ich das Objekt auf dem Spalt habe. Aber auch wegen meiner eingeschränkten Sichtverhältnisse nutze ich die mir zur Verfügung stehende Zeil lieber, Spektren aufzunehmen. Kalibrationsspektrum, Flat und Bias können auch noch gemacht werden, wenn das Objekt von den Bäumen verdeckt wird. Zum Glück habe ich nur sehr geringe Probleme mit Verunreinigungen. Außerdem variiert die Bildzeile bei einer längeren Aufnahmeserie.
Aber es gibt noch ein Problem: Die Aufnahmen werden unter Windows gemacht, die wirklich guten Bildprogramme laufen aber unter Linux. Unter Windows steht mir nur Iris und das Bildprogramm der Kamera zur Verfügung. Letzteres ist sehr praktisch, erlaubt aber nur oberflächliche Analysen. Deswegen setze ich auf einen Wechsel der Bildzeile, was von Iraf sehr gut unterstützt wird.
Viele Grüße
Christian


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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 05. Juni 2014, 12:28:22 PM 
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Hallo Lothar,

bisher hatte ich mit gleicher Methode gearbeitet. Ein Flat um "saubere Zeilen" zu bestimmen, danach den Datensatz.
Passen die Fats nicht, lässt man sie eben weg, die Zeile ist ja sauber. Schlechte Flats machen mehr hin wie gut, davon kann ich ein Lied singen!
Nur ist es mit dem Faserflat etwas komplizierter, da sind nur einige Zeilen beleuchtet. Wie Daniel schon vermerkt hat,
lässt sich das mit einem Klappspiegel lösen.

Gruß
Siegfried


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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 05. Juni 2014, 12:58:09 PM 
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Zitat:
Nur ist es mit dem Faserflat etwas komplizierter, da sind nur einige Zeilen beleuchtet. Wie Daniel schon vermerkt hat,
lässt sich das mit einem Klappspiegel lösen.
Hallo Siegfried,
dazu möchte ich noch anmerken, daß bei meiner Anordnung der gesamte in Frage kommende Bereich des CCD ausgeleuchtet wird.
Viele Grüße
Christian


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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 05. Juni 2014, 13:20:03 PM 
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Hallo Christian,
Zitat:
...
Schau Dir meinen Beitrag im Spektrum (VdS) Nr. 44 an. Das Flat nehme ich über den Lichtleiter auf, indem ich eine 12 V Halogenlampe an das offene Ende halte. Je nach Spektralbereich liegen die Belichtungszeiten zwischen 3 und 30 s. Als Stromquelle dient ein Akku, der natürlich keine absolut konstante Spannung hat und die Belichtungszeiten auch etwas beeinflussen kann. Dazu muß ich noch erwähnen, daß die Flats nur dazu benutze, Verunreinigungen aufzuspüren. Ich benutze sie nicht zur Kalibration.
...
Vielen Dank für die Erläuterung!

Grüße,
Torsten


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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 05. Juni 2014, 13:39:25 PM 
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Hallo,
Zitat:
Hallo,

wer kann mir sagen was bei einer Flatkorrektur geschieht. Man nehme ein Objektpixel, werden da mehrere Pixel im Umfeld vom gleichen Pixel im Flat
berücksichtigt, oder was passiert da?

Viele Grüße
Siegfried
Diese Frage würde ich gerne noch einmal im Hinblick auf eine Flat-Kalibrierung von Spektren stellen.
Hintergrund ist die Teilnahme an Beobachtungsprogrammen, die hier ja schon mehrfach angestoßen worden sind. Bei solchen Beobachtungsprogrammen gehört eine Flatkalibrierung ja zur Standardprozedur.

In diesem Kontext sind in der LHires-Bedienungsanleitung 2 Verfahren zur Flatgewinnung erläutert (siehe hier, S. 27: http://thizy.free.fr/shelyak/LhiresIII/ ... nglish.pdf)

Ich habe mehrfach in Beiträgen die Anwendung des ersten Verfahrens gesehen (Flats durchs Teleskop: http://www.astrosurf.com/vdesnoux/tutor ... q_flat.jpg), welches in meinen Augen sehr unpraktisch für einen mobilen Aufbau ist (und nebenbei auch noch motivationskillend, wenn man hinterher noch Minimum 1 Stunde Flats und ihre darks aufnehmen muss!).

Was taugt das wesentlich zeitsparende zweite Verfahren mit der Blende vor dem 2-Zoll-Anschluss des Spektrographen (siehe die beiden Bilder auf S. 27 darunter)?
Zitat:
...
Flats hatten wir ja auch in Köln auf der Konferenz diskutiert.
...
Was ist denn dabei herausgekommen?

Gespannte Grüße,
Torsten


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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 05. Juni 2014, 19:30:54 PM 
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Zitat:
die heißen oder warmen Pixel müssten bei der Reduktion durch Iraf ( auch bei Midas) herausgefiltert werden, was meiner Erfahrung auch ganz gut funktioniert. Du hast doch auch Iraf installiert. Wie ist Deine Erfahrung?
Hallo Christian,

das Flat hatte ich schon in der Dämmerung gemacht, also bei abgeschwächtem Tageslicht. Ich hatte auf mein C14 eine in ein Sperrholzgehäuse installierte Leuchtfolie gesetzt, die das Licht des Himmels abgeblendet hat.
Zitat:
Es ist sicher eine gute Idee, das Flat zu Beginn zu machen, hat jedoch auch einige Nachteile. Zunächst bin ich immer froh, wenn ich das Objekt auf dem Spalt habe. Aber auch wegen meiner eingeschränkten Sichtverhältnisse nutze ich die mir zur Verfügung stehende Zeil lieber, Spektren aufzunehmen. Kalibrationsspektrum, Flat und Bias können auch noch gemacht werden, wenn das Objekt von den Bäumen verdeckt wird.
Siehe oben.
Mit IRAF habe ich noch nichts gemacht, außer dass ich es installiert habe. Mangels aktueller Aufnahmen (habe ja keine Sternwarte mehr) fehlt mir der Anlass mich wirklich intensiv damit auseinander zu setzen.

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Herzliche Grüße / best regards

Lothar

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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 06. Juni 2014, 00:20:37 AM 
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Zitat:
Hallo,
Zitat:
...
Flats hatten wir ja auch in Köln auf der Konferenz diskutiert.
...
Was ist denn dabei herausgekommen?

Hallo Torsten,

Thomas Eversberg hatte in seinem Beitrag das Problem thematisiert. Prinzipiell wurde von mehreren Seiten die Notwendigkeit der Flats für viele professionelle Aufgaben nachdrücklich bestätigt. Neben der Erklärung wie man Flats machen kann und nutzt (wie hier in den Beiträgen auch), gab es eine interessante Diskussion zu bestimmten Details. So wurde von Erfahrungen berichtet, dass insbesondere die im Flat sichtbaren "Donats" von Staubpartikeln auf der CCD-Frontscheibe ihre Form in Abhängigkeit von der Postion der Flatlichtquelle (Kuppelwand oder direkt auf dem Teleskop) geändert haben. Dürfte eigentlich nicht sein. Es war leider nicht genügend Zeit in der Diskussion die Besonderheiten für faser- und direkt gekoppelten Spektrographen sauber zu trennen und für die jeweilige Fraktion auf den Punkt zu bringen - jedenfalls mein Eindruck. Wie Siegfried oben sagte - man kann mit Flats auch mehr kaputt machen als gewinnen. Nicht wirklich ein Problem für mich - Antrieb die Sache zu optimieren war es allemal! Ich denke derzeit z.B. über eine Klappspiegelvariante an meinem Czerny-Turner nach.

Grüße

Ulrich


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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 06. Juni 2014, 10:55:20 AM 
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Beiträge: 3468
Hallo zusammen, leider habe ich aktuell einfach wenig Zeit, hier mitzudiskutieren. Klaus und ich sind von anderen Arbeiten absorbiert (Teleskopturm, Buch etc.).

Ich habe diese Diskussion nur kursorisch verfolgt, doch mir scheint, dass hier einige Punkte durcheinander gebracht wurden (z.B. Bias und Dark). So bin ich nicht wenig überrascht, dass ein Dark die gleichen Daten wie ein Bias liefern soll. Das würde einen perfekten Ausleseverstärker erfordern.
Man kann durchaus völlig ohne Bias reduzieren, braucht dann aber Darks mit derselben Belichtungszeit wie die Daten. Man kann Zeit sparen, indem man Bias nutzt. Dazu lege ich zwei Seiten aus dem Buch bei, welches von Klaus und mir demnächst veröffentlicht wird. Das entsprechende Kapitel zur Datenreduktion ist natürlich viel länger.
Zitat:
So wurde von Erfahrungen berichtet, dass insbesondere die im Flat sichtbaren "Donats" von Staubpartikeln auf der CCD-Frontscheibe ihre Form in Abhängigkeit von der Postion der Flatlichtquelle (Kuppelwand oder direkt auf dem Teleskop) geändert haben. Dürfte eigentlich nicht sein.
Das dachte ich bis zur Diskussion in Köln auch und ich hatte diesen wichtigen Punkt übersehen. Gregor Rauw hatte es aber richtig erläutert. Jedes Flat bekommt Licht vom gesamten Flatschirm (Dom, Folie). Das hat entsprechende Einfallswinkel zur Folge. Diese Winkel siind für den Bildausschnitt am Himmel aber anders weil wir hier ins Unendliche schauen. Daher kann die Position der „Donuts“ durchaus variieren.

Gruß, Thomas


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BeitragVerfasst: 06. Juni 2014, 11:39:07 AM 
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Zitat:
...
Ich habe diese Diskussion nur kursorisch verfolgt, doch mir scheint, dass hier einige Punkte durcheinander gebracht wurden (z.B. Bias und Dark). So bin ich nicht wenig überrascht, dass ein Dark die gleichen Daten wie ein Bias liefern soll. Das würde einen perfekten Ausleseverstärker erfordern.
Man kann durchaus völlig ohne Bias reduzieren, braucht dann aber Flats mit derselben Belichtungszeit wie die Daten. Man kann Zeit sparen, indem man Bias nutzt. Dazu lege ich zwei Seiten aus dem Buch bei, welches von Klaus und mir demnächst veröffentlicht wird. Das entsprechende Kapitel zur Datenreduktion ist natürlich viel länger.
...
Hallo Thomas,
ich habe bei einer Beobachtung im letzten Jahr 11 Bias und 3 Dark aufgenommen. Letztere mit einer Belichtungszeit von je 300 s. Sowohl von den Darks als auch von den Bias habe jeweils durch Mittelwertbildung über die einzelnen Pixel ein Masterbias und ein Masterdark erzeugt. Anschließen habe ich pixelweise das Masterdark durch das Masterbias dividiert. Das Ergebnis hat einen über alle Pixel ermittelten Mittelwert von 1,057, wobei natürlich auch die heißen Pixel des Masterdarks eingehen. Wenn man diese Pixel eliminieren würde käme sogar ein noch niedrigeres Ergebnis zustande. Damit dürfte wohl hinreichend gezeigt sein, daß bei modernen Kameras der Dunkelstrom keine Rolle spielt.
ich verstehe allerdings nicht, wozu ein Flat mit der gleichen Belichtungszeit wie die Daten gut sein soll. Aber vielleicht kann man das Eurem Buch entnehmen.
Viele Grüße
Christian


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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 06. Juni 2014, 14:09:48 PM 
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Hallo Christian,
Zitat:
ich habe bei einer Beobachtung im letzten Jahr 11 Bias und 3 Dark aufgenommen. Letztere mit einer Belichtungszeit von je 300 s. Sowohl von den Darks als auch von den Bias habe jeweils durch Mittelwertbildung über die einzelnen Pixel ein Masterbias und ein Masterdark erzeugt. Anschließen habe ich pixelweise das Masterdark durch das Masterbias dividiert. Das Ergebnis hat einen über alle Pixel ermittelten Mittelwert von 1,057, wobei natürlich auch die heißen Pixel des Masterdarks eingehen.
Mich überrascht das jetzt eher nicht. Wenn Du die beiden dividierst, ist doch ganz klar, dass es da einen Mittelwert gibt. Das heißt aber doch nocht nicht, dass Dark und Bias gleiche Intensitäts- und Rauschwerte liefern. Man muss sich die schon einzeln ansehen und dann entscheiden, wie man weiter verfährt. Mir scheint es eher unwahrscheinlich, dass ein Null-Sekunden Bias gleiche Werte wie ein 300-Sekunden Dark liefert.
Zitat:
Damit dürfte wohl hinreichend gezeigt sein, daß bei modernen Kameras der Dunkelstrom keine Rolle spielt.
Da bin ich skeptisch.
Zitat:
ich verstehe allerdings nicht, wozu ein Flat mit der gleichen Belichtungszeit wie die Daten gut sein soll. Aber vielleicht kann man das Eurem Buch entnehmen.
Das wird man in dem Buch nicht finden. Ich meine auch nicht, dass ich das behauptet habe. Ein nichtgesättigtes Masterflat reicht aus. Und das wird man sehr schnell erhalten.

Gruß, Thomas


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BeitragVerfasst: 06. Juni 2014, 14:33:48 PM 
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Hallo Thomas,
Zitat:
Da bin ich skeptisch.
Wieso? ich halte es für durchaus plausibel, dass eine moderne Kamera bei 300 s einen vernachlässigbaren Dunkelstrom hat. Man kann also sehr wohl ohne Darks auswerten. Meine publizierten Daten (mit professionellen CCDs) sind z.B. fast alle ohne Darks ausgewertet, da Darks das S/N verschlechtern. Man muss einen ziemlichen Aufwand treiben, um das Rauschen der Darks ausreichend zu reduzieren, oft ohne merklichen Gewinn.

Darks sind wichtig, wenn Du bei ganz niedrigem S/N rumkrebst. In der Spektroskopie ist das selten der Fall.

Herzliche Grüße,
Otmar


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BeitragVerfasst: 06. Juni 2014, 14:41:18 PM 
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Zitat:
Mich überrascht das jetzt eher nicht. Wenn Du die beiden dividierst, ist doch ganz klar, dass es da einen Mittelwert gibt. Das heißt aber doch nocht nicht, dass Dark und Bias gleiche Intensitäts- und Rauschwerte liefern. Man muss sich die schon einzeln ansehen und dann entscheiden, wie man weiter verfährt. Mir scheint es eher unwahrscheinlich, dass ein Null-Sekunden Bias gleiche Werte wie ein 300-Sekunden Dark liefert.
Zitat:
Hallo Thomas,
das Dark hat einen Mittelwert von 415,9, das Bias von 398,8. 415,9/398,8 = 1,043. Die Standardabweichungen betragen 141,7 bzw 28,75. Bei der Standardabweichung des Darks muß allerdings berücksichtigt werden, daß dort ca. 12 Pixel mit voller Sättigung sind, d. h. 65535. Wenn ich das Dark nach oben mit 1000 limitiere, um die hot Pixel auszuschalten, also Min(Dark, 1000) rechne habe ich als Mittelwert 414,5 und als Standardabweichung 40,05.
Weiter statistische Daten liefere ich erst bei schlechterem Wetter. :D
Viele Grüße
Christian


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BeitragVerfasst: 06. Juni 2014, 14:47:25 PM 
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Hallo Christian,
Zitat:
das Dark hat einen Mittelwert von 415,9, das Bias von 398,8. 415,9/398,8 = 1,043. Die Standardabweichungen betragen 141,7 bzw 28,75. Bei der Standardabweichung des Darks muß allerdings berücksichtigt werden, daß dort ca. 12 Pixel mit voller Sättigung sind, d. h. 65535. Wenn ich das Dark nach oben mit 1000 limitiere, um die hot Pixel auszuschalten, also Min(Dark, 1000) rechne habe ich als Mittelwert 414,5 und als Standardabweichung 40,05.
Weiter statistische Daten liefere ich erst bei schlechterem Wetter. :D
Um die heißen Pixel auszuschalten, kannst Du den Median statt des Mittelwertes berechnen. Ein vernünftiges Bildverarbeitungsprogramm kann das ausrechnen. Der Median ist hier die einfachste Methode, denke ich.

Herzliche Grüße,
Otmar


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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 06. Juni 2014, 14:53:31 PM 
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Hallo Otmar,
Zitat:
ich halte es für durchaus plausibel, dass eine moderne Kamera bei 300 s einen vernachlässigbaren Dunkelstrom hat. Man kann also sehr wohl ohne Darks auswerten.
Meine Skepsis ist eher genereller Natur weil ich auch so meine Erfahrungen mit Kameras gemacht habe. Ich will damit sagen, dass man das eben genau prüfen muss. Wenn das bei Christian hinkommt, ist das prima. Das ist aber m.E. kein Automatismus.

Gruß, Thomas


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BeitragVerfasst: 06. Juni 2014, 15:12:48 PM 
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Zitat:
...
Um die heißen Pixel auszuschalten, kannst Du den Median statt des Mittelwertes berechnen. Ein vernünftiges Bildverarbeitungsprogramm kann das ausrechnen. Der Median ist hier die einfachste Methode, denke ich.
...
Hallo Otmar,
die Mediane betragen
Dark incl. hot pixel 412,9 ohne hot pixel (Limit 2000) 412,5, bzw 412,1 mit Limit 1000
Bias 392,9
412,9/392,9=1,051
Viele Grüße
Christian


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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 06. Juni 2014, 15:24:00 PM 
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Hallo Thomas,
Zitat:
Zitat:
ich halte es für durchaus plausibel, dass eine moderne Kamera bei 300 s einen vernachlässigbaren Dunkelstrom hat. Man kann also sehr wohl ohne Darks auswerten.
Meine Skepsis ist eher genereller Natur weil ich auch so meine Erfahrungen mit Kameras gemacht habe. Ich will damit sagen, dass man das eben genau prüfen muss. Wenn das bei Christian hinkommt, ist das prima. Das ist aber m.E. kein Automatismus.
Klar, das ist kein Automatismus, aber es lohnt sich, das zu prüfen. Man kann mit Darks - eventuell ohne Not - eine Menge Zeit verbringen und das S/N verschlechtern.

Herzliche Grüße,
Otmar


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BeitragVerfasst: 06. Juni 2014, 15:33:29 PM 
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Hallo Christian,
Zitat:
die Mediane betragen
Dark incl. hot pixel 412,9 ohne hot pixel (Limit 2000) 412,5, bzw 412,1 mit Limit 1000
Bias 392,9
412,9/392,9=1,051
Das sind vermutlich keine exakten Mediane (das sollten keine krummen Werte sein) sondern die Spitze eines Histogramms. Das ist aber nicht so wichtig. Ich denke, Du hast damit einen signifikanten Dunkelstrom gemessen. Er ist aber vermutlich so klein, dass er nicht extra berücksichtigt werden muss, sondern zusammen mit dem Hintergrund abgezogen werden kann. Wenn man hier den Dunkelstrom abziehen möchte, kann man auch eine Konstante (mittlerer Dunkelstrom/sec*Belichtungszeit) abziehen. Das ist dann für alle relevanten Fälle gut genug - es sei denn, der Dunkelstrom variiert über den Detektor. Das ist aber heute selten der Fall. Früher gab es Detektoren mit heißen Ecken, aber das ist lange her :-)

Herzliche Grüße,
Otmar


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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 06. Juni 2014, 15:44:25 PM 
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Zitat:
...
Das sind vermutlich keine exakten Mediane (das sollten keine krummen Werte sein) sondern die Spitze eines Histogramms. Das ist aber nicht so wichtig. Ich denke, Du hast damit einen signifikanten Dunkelstrom gemessen. Er ist aber vermutlich so klein, dass er nicht extra berücksichtigt werden muss, sondern zusammen mit dem Hintergrund abgezogen werden kann. Wenn man hier den Dunkelstrom abziehen möchte, kann man auch eine Konstante (mittlerer Dunkelstrom/sec*Belichtungszeit) abziehen. Das ist dann für alle relevanten Fälle gut genug - es sei denn, der Dunkelstrom variiert über den Detektor. Das ist aber heute selten der Fall. Früher gab es Detektoren mit heißen Ecken, aber das ist lange her :-)
Hallo Otmar,
der Median ist doch einer der Meßwerte und zwar der, der in der Mitte steht, wenn ich alle Meßwerte der Göße nach ordne. Wenn ich also krumme Meßwerte habe, darf auch der Median krumm sein. Würde die Anzahl der Elektronen angegeben, also nur ganzzahlige Werte, müßte der Median bei einer geraden Anzahl von Pixeln gerade sein, bei einer ungeraden Anzahl kann aber auch eine 5 hinter dem Komma stehen.
Ich hoffe, hier nicht allzu beckmesserisch zu sein.
Viele Grüße
Christian


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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 06. Juni 2014, 15:55:43 PM 
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Hallo Christian,
Zitat:
Hallo Otmar,
der Median ist doch einer der Meßwerte und zwar der, der in der Mitte steht, wenn ich alle Meßwerte der Göße nach ordne. Wenn ich also krumme Meßwerte habe, darf auch der Median krumm sein. Würde die Anzahl der Elektronen angegeben, also nur ganzzahlige Werte, müßte der Median bei einer geraden Anzahl von Pixeln gerade sein, bei einer ungeraden Anzahl kann aber auch eine 5 hinter dem Komma stehen.
Ich hoffe, hier nicht allzu beckmesserisch zu sein.
Das ist schon ok :-) Die Bildwerte in Darks und Bias sind i.a. ganzahlig, da sie direkt aus einem AD-Wandler kommen. Die Medianwerte sind also ganzzahlig oder "halbzahlig". Ganz krumm sollten sie jedenfalls nicht sein. Sind Deine Bildwerte nicht ganzzahlig?

Herzliche Grüße,
Otmar


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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 06. Juni 2014, 15:57:50 PM 
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Zitat:
ine exakten Mediane (das sollten keine krummen Werte sein) sondern die Spitze eines Histogramms.
Hallo Otmar,
trotzdem teile ich Deine Vermutung, daß der Medianwert aus einem Histogramm abgeleitet ist, da sonst 2,1 Mio Daten zu ordnen wären. Iraf stammt aus den frühen 90zigern. Damals war das schon eine ganze Menge.
Nochmals viele Grüße
Christian


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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 06. Juni 2014, 16:05:02 PM 
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Hallo Chistian,
Zitat:
Hallo Otmar,
trotzdem teile ich Deine Vermutung, daß der Medianwert aus einem Histogramm abgeleitet ist, da sonst 2,1 Mio Daten zu ordnen wären. Iraf stammt aus den frühen 90zigern. Damals war das schon eine ganze Menge.
Midas stammt aus den Achtzigern, kann aber optional auch einen exakten Median berechnen. Ansonsten (mit Histogramm) braucht man entweder viele Bins für das Histogramm, oder berechnet das Histogramm nur in der Nähe des Mittelwertes, da der Median bei einem großen Wertebereich sonst sehr ungenau wird.

Herzliche Grüße,
Otmar


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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 06. Juni 2014, 16:19:15 PM 
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Hallo Otmar,
ich habe mir die Berschreibung der Funktion imstat angeschaut. Erst wird ein Histogram mit der Defaultschrittweite 0,1 erstellt. Anschließend wird integriert und der Median durch Interpolation ermittelt. Bei Bedarf kann die Schrittweite (binwidth) verändert werden. Diese Feinheiten sind hier aber belanglos, wie ich glaube.
Viele Grüße
Christian


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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 06. Juni 2014, 16:27:52 PM 
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Hallo Christian,
Zitat:
ich habe mir die Berschreibung der Funktion imstat angeschaut. Erst wird ein Histogram mit der Defaultschrittweite 0,1 erstellt. Anschließend wird integriert und der Median durch Interpolation ermittelt. Bei Bedarf kann die Schrittweite (binwidth) verändert werden.
Ja, aber das ist nicht 0.1, sondern 0.1*sigma.

http://iraf.net/irafhelp.php?val=imutil ... =Help+Page
Zitat:
Diese Feinheiten sind hier aber belanglos, wie ich glaube.
Ja, ist vermutlich nicht wichtig.

Herzliche Grüße,
Otmar


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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 06. Juni 2014, 19:01:37 PM 
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Hallo Otmar,
das sigma habe ich übersehen. Aber auch wenn ich die binwidth von 0,1 auf 0,001 reduziere ändert sich praktisch nichts. Der Vollständigkeit halber:
Median Dark 412,6
Median Bias 393,3
Viele Grüße und ein frohes Pfingstfest
Christian


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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 07. Juni 2014, 11:07:17 AM 
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Hallo Ulrich
Zitat:
Mit etwas Glück bekomme ich heute Datensatz Nr. 18 für Mizar - langsam wird es eine Kurve :)
Grüße

Ulrich
Voll cool, dann setze ich Dich mal auf die Liste "potentielle Artikel für VdS Journal" !

Gruss,
Daniel

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Daniel P. Sablowski

https://www.kunstmann.de/buch/axel_hack ... 42000/t-2/
https://dpsablowski.wordpress.com
https://github.com/DPSablowski
https://www.aip.de/mitglieder/dsablowski/


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 Betreff des Beitrags: Re: Flat
BeitragVerfasst: 07. Juni 2014, 17:19:42 PM 
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Das dachte ich bis zur Diskussion in Köln auch und ich hatte diesen wichtigen Punkt übersehen. Gregor Rauw hatte es aber richtig erläutert. Jedes Flat bekommt Licht vom gesamten Flatschirm (Dom, Folie). Das hat entsprechende Einfallswinkel zur Folge. Diese Winkel siind für den Bildausschnitt am Himmel aber anders weil wir hier ins Unendliche schauen. Daher kann die Position der „Donuts“ durchaus variieren.
Ja, diese unterschiedliche Verteilung der Flatlichtintensität innerhalb des auf dem CCD-Chip abgebildetenen Raumwinkels ist das Problem. Ich hatte das an meiner früheren Apparatur für verschiedene Flataufnahmetechniken untersucht und hier beschrieben: http://astrospectroscopy.eu/Einsteiger/Flats/flats.htm
Je nach Flatlichteinspeisungstechnik in das Teleskop sind die Schattenwürfe von Staub und Fasern auf dem Glasplättchen direkt vor dem CCD-Chip etwas unterschiedlich und damit auch die Flats. Die Flatlichtquelle müsste eine ebene Lichtwellenfront haben (also unendlich weit entfernt sein) und in der gleichen Richtung stehen wie der beobachtete Stern, damit das Flatlicht Staub und Dreck genau so abbildet wie das Sternlicht. Das ist in der Praxis nicht erreichbar.
Deshalb übe ich meine Technik, den Spektrumstreifen dorthin hinzulegen, wo in einem Flat keine Schmutzeffekte zu sehen sind. Kein Schmutz ist besser wie fehlerhaft abgebildeter in einem Flat, das zur Korrektur dient und durch die Korrektur neue Fehler in das Spektrum einschleust (z.B. bumbs).
Die Fachastronomen verwenden vermutlich besser gepflegte (saubere) Apparaturen wie manche Amateure (wie ich :D ).

_________________
Herzliche Grüße / best regards

Lothar

https://lotharschanne.wordpress.com/


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