Thomas,
I have members who are regularly achieving SNR>300 with a slit gap of 19 micron and a CCD camera with 6.45micron pixels.
2014-12-19 18:51 GMT+11:00 Thomas Eversberg <
fg-spek-tech@vdsastro.de>:Link zum neuen Beitrag:
http://spektroskopieforum.vdsastro.de/v ... 256#p26246
Hallo Bernard, vor "dummen" fragen habe ich immer am meisten Angst weil
sie so gut wie immer auf den Kern der Sache führen und die meiste
Mühe machen, sie zu beantworten.
Die Antwort geben Dir der Himmel und Dein Fernrohr. Das
Seeingscheibchen einer Punktlichtquelle (Stern) von immerhin am Himmel
liefert im Focus eine Abbildung des Durchmessers . Bei Deiner
Brennweite /f/ von 480mm sind das knapp 10µm (dafür braucht es kein
Simspec ). Ein 20µm-Spalt hilft also nicht. Normalerweise kann man
Spaltweiten von unter 20µm auch kaum noch handhaben (Staub,
Ungleichmässigkeiten). Das ist aus praktischer Sicht die untere
Grenzspaltgröße. Ein Spalt macht bei Brennweiten < 1m bei uns keinen
Sinn, Du kannst spaltlos arbeiten. Wenn Du das aber tust, kannst Du
ohne viel Aufwand dann aber nur Punktobjekte messen. Flächige Objekte
verschmieren dann. Beugungseffekte kannst Du in der Praxis
vernachlässigen weil sie unterhalb der angesprochenen
Grenzspaltgröße auftreten. Weitere Details stehen in unserem Buch..
Ach so, die obere Grenzspaltgröße ist die Halbwertsbreite des
Seeingscheibchens.
Um das spektrale Signal vom CCD auch halbwegs genau reproduzieren zu
können muss die Spaltabbildung bzw. das Seeingscheibchen im Fokus von
mehreren Pixeln abgedeckt werden. Der Hinweis von Ken, das sollten 2-3
Pixel sein, ist nicht korrekt. Das berühmte Nyquist-Kriterium ist gar
nicht anwendbar, es wurde immer wieder falsch für die Spektroskopie
übersetzt. Die Anzahl der Pixel hängt davon ab, welches S/N
(Kontrast) Du erzielen möchtest. Wir haben auch das in unserem Buch in
Kap. 2.2.6 und 2.2.7 genau beleuchtet. Wenn drei Pixel den Spalt
abdecken erzielt man maximal ein S/N von 60 - 150 (abhängig von der
Pixelinterpolation). Alles darüber wird durch Interpolationsfehler
dominiert. Ich habe die entsprechende Abbildung aus dem Buch
angehängt. Sie zeigt das maximal mögliche S/N gegen die Zahl der
Pixel auf dem Spalt für lineare Pixelinterpolation bei der
Datenreduktion (ich glaube VSpec macht das) sowie für eine
Spline-Interpolation (ich hoffe, MIDAS und IRAF machen das). Bei
linearer Interpolation braucht es z.B. 7 (!) Pixel für ein S/N von
300. Das heißt, eigentlich müsstest Du sehr kleine Pixel haben, um
ein reales hohe S/N zu erzielen. Da Deine Apertur hingegen eh sehr
klein ist, bleibst Du sowieso i.d.R. bei geringerem S/N stecken.
Gruß, Thomas
--
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