Gestern gegen Mitternacht habe ich den ziemlich klaren Himmel hier in Leipzig genutzt, um noch einmal auf
NGC 6207 zu halten. Die Bedingungen waren trotz der anhaltenden Dämmerung ordentlich (Bortle 6, SQM-L 19.3, FST 5.0+). DIe Galaxie stand sehr hoch.
Im 70mm ED-Refraktor bei 72-facher Vergrößerung konnte ich die Galaxie indirekt fast dauerhaft als schwachen, ovalen bis leicht elongierten Nebel ausmachen. Auffällig war hier natürlich nichts. Demnach sollte die Galaxie im 4-Zöller für einen halbwegs erfahrenen Beobachter keine Probleme bereiten. Im neuen
55mm-Refraktor war die Galaxie bei 90-facher Vergrößerung nicht sicher erkennbar.
Ich nutzte die Gelegenheit, um mal bei
Messier 13 vorbei zuschauen: Im 70er ED bei 72-fach war der Sternhaufen deutlich granular, die Randbereiche schön aufgelöst mit einigen Einzelsternen. Selbst im 55mm-Refraktor erschien der Sternhaufen bei 90-facher Vergrößerung körnig mit teils aufgelösten Randbereichen. Hin und wieder blitzte ein Einzelstern hervor. Das fand ich sehr beeindruckend, da ich oft in Berichten gelesen habe, dass Messier 13 bei solch kleinen Öffnungen nur als nebliger Fleck zu sehen sei.