Merkur misst derzeit nur rund 6 Bogensekunden, steht aber weit genug von der Sonne entfernt, um ihn am Taghimmel zu beobachten. Einfach ist das trotz Goto-Montierung nicht. Wo war nochmal der Fokus? Zum Glück kann ich weit entfernte Horizontobjekte anfahren, um einigermaßen scharf zu stellen (die von Hubert empfohlene Lehre im anderen Faden habe ich mir leider noch nicht gebastelt).
Die Brennweite des Refraktors 123/738 mm wurde mit einer Barlow 4x verlängert (meine "Standardkonfiguration" für Planeten), dazu kam ein Rotfilter mit der Kante bei 685 nm, Kamera ASI 183MM. Aufnahme mit Gain 230, 10 ms, 120 Sekunden ab 09:43:33 UT ergaben 11.872 Bilder, von denen via AutoStakkert!3 5% verwendet wurden. Behutsame Schärfung mit den Wavelets von Registax.
Da Merkur eine leichte Schattierung zeigte, habe ich ein unscharfes Simulationsbild aus WinJupos zum Vergleich daneben gestellt. Das etwas dunklere Areal unten könnte real sein (der Rest weicht von der Simulation aber doch deutlich ab).
Schöne Ostergrüße
Sven