Ich habe mich mit dem Dwarf-3 an ein schwieriges Objekt herangemacht: "Der Shajn" = Simeis 147. Das ist ein riesiger Supernovarest im Stier, 3 Grad Durchmesser. Die Supernova explodierte eben auch schon vor 30 Tausend Jahren, da hatten die Nebelmassen Zeit zum Ausdehenen. Der Spitzname zeigt übrigens auf Grigory Shajn, der das Obejkt 1952 auf einer Schmidt-Kamera-Aufnahme im Krim-Observatorium entdeckte.
In meinen jungen Jahren fühlte ich mi der Fachgruppe visuelle Deep-Sky-Beobachtung stärker zugehörig als jetzt. Es wurde viel experimentiert. Unter anderem stand die Frage, ob er beobachtbar ist. Ronald Stoyan meinte 'nein' und hat das mit der Filamentgröße und den Leuchtdichten begründet. Andre haben etwas gesehen, hier
https://skyandtelescope.org/observing/p ... 620160601/
ist ein Beispiel. Wahrscheinlich habe ich es seinerzeit auch versucht. Man muss beachten, dass eine Beobachtung nur mit Nebelfiltern sind hat. Diese spiegeln ja und deie Halo um Sterne vergrößert sich. Feine Sternketten verschmelzen da gern einmal zu einem Filament.
Diese alte Verbundenheit mit diesem Nebel hat mich nun dazu geführt, das ganze mal mit dem im Dwarf-3 anzugehen. Das Wetter war stabil, und so habe ich fast die ganze Nacht belichtet: Insgesamt über 8 Stunden mit dem Dualbbandfilter und Gain 120. Und das hat sich gelohnt. Als Ganzes bekomme ich die Struktur nicht ins Bild, ich habe den helleren Südteil abgebildet.
Der helle Stern im unteren Bildfeld ist 125 Tau (5m2), daneben ist der Offene Sternhaufen NGC 1996. Auch ein Asteroid ist im Bild, (125) Oenone, 14 mag. Beides habe ich markiert.