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| omega Ori https://forum.vdsastro.de/viewtopic.php?t=2867 |
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| Autor: | Ernst Pollmann [ 25. März 2009, 13:26:25 PM ] | ||
| Betreff des Beitrags: | omega Ori | ||
Hallo Berthold, Bernd und Lothar, gibt´s bei euch EW-Daten von omega Ori (siehe Anhang)? Ernst
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| Autor: | Bernd Hanisch [ 26. März 2009, 14:44:46 PM ] |
| Betreff des Beitrags: | omega Ori |
Hallo Ernst, nein, leider nicht. Nur jene, die auch in meinem Bericht vermerkt sind. Viele Grüße Bernd -- Neu: GMX FreeDSL Komplettanschluss mit DSL 6.000 Flatrate + Telefonanschluss für nur 17,95 Euro/mtl.!* http://dsl.gmx.de/?ac=OM.AD.PD003K11308T4569a |
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| Autor: | Ernst Pollmann [ 27. März 2009, 16:16:22 PM ] | ||
| Betreff des Beitrags: | omega Ori | ||
"Bernd Hanisch" schrieb: ...nein, leider nicht. Nur jene, die auch in meinem Bericht vermerkt sind. Wie schrieb Lothar doch gestern: In einer Gemeinschaftsarbeit macht Spektroskopie mehr Spaß! Und ganz in diesem Sinne ich habe aus der Datenbank BeSS unserer französischen Freunde noch einige Spektren vom Benji und Christian verwerten können und so den Zeitverlauf etwas komplettieren können. Es scheint, als ob die Halpha-EW ein langgestrecktes Minimum durchlaufen hat. Dieser Plot belegt einmal mehr die Sinnhaftigkeit unserer kooperativen Gemeinschaftsbeobachtungen die in dieser Form zugleich auch die Freude an der praktischen Arbeit erhöht. Beste Grüße, Ernst
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| Autor: | Lothar Schanne [ 27. März 2009, 17:29:49 PM ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Hallo, in dieser Saison habe ich diesen Stern kein einziges Mal beobachtet. Gruß Lo |
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| Autor: | Ernst Pollmann [ 27. März 2009, 18:55:24 PM ] |
| Betreff des Beitrags: | omega Ori |
"Lothar Schanne" schrieb: in dieser Saison habe ich diesen Stern kein einziges Mal beobachtet. ... die nächste Beobachtungssaison kommt bestimmt, Lothar Ernst |
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| Autor: | Ernst Pollmann [ 28. März 2009, 11:35:57 AM ] | ||
| Betreff des Beitrags: | omega Ori | ||
Dear colleagues & friends, at least for european observers the observation periode of omega Ori is nearly finish now. Because of that here attached a plot of conclusion of its Halpha time behavior. Helpfully for drawing has been the measurements of Christian Buil and Benji Mauclaire of the BeSS database and those of my colleagues Berthold Stober, Lothar Schanne and Bernd Hanisch of the VdS spectroscopy group. The BeSS Spectra have been evaluated with the program MK32 by me. It seems that the EW has gone through a long stretched minimum. Any comments? Ernst Pollmann
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| Autor: | Ernst Pollmann [ 08. April 2009, 15:29:11 PM ] |
| Betreff des Beitrags: | omega Ori |
Vor einigen Tagen hatte ich das Ergebnis unserer Gemeinschaftsbeobachtung an omega Ori in die Be-Star-Mailingliste gestellt: Dear colleagues & friends, at least for european observers the observation periode of omega Ori is nearly finish now. Because of that here attached a plot of conclusion of its Halpha time behavior. Helpfully for drawing has been the measurements of Christian Buil and Benji Mauclaire of the BeSS database and those of my colleagues Berthold Stober, Lothar Schanne and Bernd Hanisch of the VdS spectroscopy group. The BeSS Spectra have been evaluated with the program MK32 by me. It seems that the EW has gone through a long stretched minimum. Any comments? Ernst Pollmann ------------------------------------------------- Hier eine Stellungnahme von Herrn Dietrich Baade (ESO) ----------------------------------------------------------------- Von: "Dietrich Baade" ....vielen Dank fuer die Bereitstellung der Beobachtungsserien von omega Ori. Ich hoffe, Sie werden es nicht leid, wenn ich immer wieder betone, dass der entscheidende Parameter, in dem Beobachter mit eigener Ausruestung solchen mit "geliehenem" Geraet (wo genau laeuft da die Trennlinie zwischen Amateuren und Hauptberuflern??) grundsaetzlich ueberlegen sind, das Erfassen zeitlicher Veraenderungen ueber Wochen und Jahre ist. Die Kurve fuer omega Ori scheint mir die langfristige Veraenderlichkeit gut wiederzugeben. Dagegen ist mir weniger klar, was sich ueber Zeitraeume bis ca. 100 Tagen tut: Sind die Unterschiede zwischen den Messungen dem Stern zuzuordnen oder der Verschiedenheit von Instrumenten und Messmethoden? Woechentliche Beobachtungen mit einem (idealerweise einem zweiten zur Kontrolle) Instrument ueber 1-3 Jahre waeren dazu sehr hilfreich. Wenn die Beobachtungen danach immer noch einer Zickzack-Kurve folgen, d.h. der Sprung von einer Messung zur naechsten ueber 50% der Gesamtspannweite ausmachen, muesste man evtl. versuchen, noch oefter zu beobachten. Umgekehrt, wenn die Veraenderungen von der einen zur anderen Beobachtung weniger als 20% des Gesamtbereichs ausmachen, kann man etwas laengere Intervalle versuchen. Mit den besten Gruessen fuer schoene Feiertage und fortgesetzt erfolgreiche Beobachtungen Dietrich Baade. -------------------------------------------------------------------------- |
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| Autor: | Lothar Schanne [ 13. April 2009, 22:03:56 PM ] | ||
| Betreff des Beitrags: | |||
Hallo Ernst, es hat doch noch geklappt, obwohl der Stern abends jetzt doch sehr tief steht. Lieber Gruß Lo
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| Autor: | Lothar Schanne [ 13. April 2009, 22:19:20 PM ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Ernst, hast du einen Überblick, ob die HeI6678 variable Emissionsflanken hat? Meine alten Spektren haben zu schlechtes S/N, um das klar entscheiden zu können. Lo |
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| Autor: | Ernst Pollmann [ 14. April 2009, 10:44:33 AM ] | |||
| Betreff des Beitrags: | omega Ori | |||
"Lothar Schanne" <l.schanne@arcor.de> schrieb: Hallo Ernst, es hat doch noch geklappt, obwohl der Stern abends jetzt doch sehr tief steht. Hast du einen Überblick, ob die HeI6678 variable Emissionsflanken hat? Meine alten Spektren haben zu schlechtes S/N, um das klar entscheiden zu können. ...hallo Lothar, zunächst zu deiner EW-Messung: wie der Plot im Anhang zeigt, passt die EW excellent. Ich betone das deshalb, weil wir uns unlängst noch den Kopf über die Vergleichbarkeit bzw. Messunsicherheiten bei unseren EW-Messungen zerbrachen. Auch wirst du dich gewiss an den Kommentar Herrn Baade´s (ESO) vor Tagen in diesem Zusammenhang mit konkretem Bezug auf omga Ori erinnern. Wenn ich mir den Halpha-Plot genauer ansehe, so ist nicht auszuschließen, dass angesichts unserer heutigen EW-Messunsicherheit der Größenordnung ca. 2-3% die Kurzzeitvariabilitäten innerhalb des hier erfassten Zeitabschnittes intrinsischen Charakter haben. Aber vielleicht äussert sich Herr Baade auch noch einmal dazu. Deine Frage hinsichtlich der Emissionsflanken bei HeI6678 habe ich geradezu erwartet, denn auch ich habe mir vor geraumer Zeit die gleiche Frage gestellt und in diesem Zusammenhang mir die Publikation von Coralie Neiner (A&A 388, 899-916, 2002) vorgenommen. In dieser umfassenden Arbeit wird jedoch im Sinne deiner Frage darauf explizit kein Bezug genommen. So hatte ich seinerzeit aus Spektren des Zeitabschnitts 09/2005-10/2006 ein mittleres Linienprofil erstellt und dieses dem mittleren Profil von Coralie gegenübergestellt (siehe Anhang). Nehmen wir jetzt noch dein aktuelles hinzu, so könnten wir feststellen, "dass eine deutliche, langzeitige Emissionsvariabilität nicht vorzuliegen scheint". Würdest du da zustimmen? Beste Grüße, Ernst
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| Autor: | Ernst Pollmann [ 15. April 2009, 10:44:06 AM ] | |||
| Betreff des Beitrags: | omega Ori | |||
"Lothar Schanne" schrieb: Hallo Ernst, es hat doch noch geklappt, obwohl der Stern abends jetzt doch sehr tief steht. Hast du einen Überblick, ob die HeI6678 variable Emissionsflanken hat? Meine alten Spektren haben zu schlechtes S/N, um das klar entscheiden zu können. ------------------------------------------------------------------------------------ ...hallo Lothar, zunächst zu deiner EW-Messung: wie der Plot im Anhang zeigt, passt die EW excellent. Ich betone das deshalb, weil wir uns unlängst noch den Kopf über die Vergleichbarkeit bzw. Messunsicherheiten bei unseren EW-Messungen zerbrachen. Auch wirst du dich gewiss an den Kommentar Herrn Baade´s (ESO) vor Tagen in diesem Zusammenhang mit konkretem Bezug auf omga Ori erinnern. Wenn ich mir den Halpha-Plot genauer ansehe, so ist nicht auszuschließen, dass angesichts unserer heutigen EW-Messunsicherheit der Größenordnung ca. 2-3% die Kurzzeitvariabilitäten innerhalb des hier erfassten Zeitabschnittes intrinsischen Charakter haben. Aber vielleicht äussert sich Herr Baade auch noch einmal dazu. Deine Frage hinsichtlich der Emissionsflanken bei HeI6678 habe ich geradezu erwartet, denn auch ich habe mir vor geraumer Zeit die gleiche Frage gestellt und in diesem Zusammenhang mir die Publikation von Coralie Neiner (A&A 388, 899-916, 2002) vorgenommen. In dieser umfassenden Arbeit wird jedoch im Sinne deiner Frage darauf explizit kein Bezug genommen. So hatte ich seinerzeit aus Spektren des Zeitabschnitts 09/2005-10/2006 ein mittleres Linienprofil erstellt und dieses dem mittleren Profil von Coralie gegenübergestellt (siehe Anhang). Nehmen wir jetzt noch dein aktuelles hinzu, so könnten wir feststellen, "dass eine deutliche, langzeitige Emissionsvariabilität nicht vorzuliegen scheint". Würdest du da zustimmen? Beste Grüße, Ernst
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| Autor: | Ernst Pollmann [ 15. April 2009, 10:51:14 AM ] |
| Betreff des Beitrags: | omega Ori |
Hallo Lothar, da Herr Baade unsere Forumskommunikation zu omaga Ori leider nicht direkt mitlesen kann (er ist nicht Forumsteilnehmer), leite ich seine Antwort auf diesem Wege hier weiter: ---------------------------------------------------- "Dietrich Baade" <mailto:dbaade@eso.org (dbaade@eso.org)> schrieb: Zitat: Lieber Herr Pollmann,
ich bin weiterhin sehr beeindruckt von, und erfreut ueber, die Qualitate heutiger "Amateur"-Spektroskopie. Vielleicht die augenscheinlichste Verifikation (die natuerlich immer noch von technischen Fata Morgana geplagt sein kann) der Glaubwuerdigkeit spektraler Veraenderungen ist die Kombination der profile eine dreidimensionale Form (Wellenlaenge und Fluss wie im Einzelspektrum plus Zeit als dritte Achse - ich habe von Ihnen so etwas schon mal gesehen). Wenn die Differenz zwischen der geglaetteten Einhuellenden und den individuellen Spektren keine erkennbare Strukur enthaelt, handelt es sich entweder um Rauschen, d.h. Messfehler oder erratische Veraenderungen des Sterns (auch Sterne koennen unterhalb eines gewissen Niveaus rauschen!), oder um systematische Veraenderlichkeit, die jedoch noch nicht als solche erkennbar wird, weil die zeitliche Aufloesung nicht ausreicht. Als Beispiel nehmen Sie Wellen am Meeresstrand: Wenn man nur alle 5 Minuten ein Foto macht, wird man nur schwerlich eine zeitliche Systematik ableiten koennen. Bei Bildern alle 10 Sekunden kann man aus ihnen wahrscheinlich einen netten Film machen, der aber viele Spruenge aufweisen wird. Wenn man die Aufloesung auf 0,1 Sekunden erhoeht, gewinnt man jedoch nichts, weil das Wellenmuster sich nicht wirklich periodisch wiederholt. Desgleichen geraet man an instrumentelle Grenzen, wenn man die Fotoserie aus der freien Hand macht, weil dann der Blickwinkel sich aendert, was auch zu Fehlern ("Rauschen" - aber nicht dem sprichwoertlichen Meeresrauschen) fuehrt. Bei einem veraenderlichen Stern weiss man die Zeitskalen nicht im voraus, sondern muss sie rein empirisch bestimmen. Zitat: Mit den besten Gruessen
Dietrich Baade. |
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| Autor: | Ernst Pollmann [ 15. April 2009, 19:10:02 PM ] |
| Betreff des Beitrags: | omega Ori |
Hallo Lothar, da Herr Baade unsere Forumskommunikation zu omaga Ori leider nicht direkt mitlesen kann (er ist nicht Forumsteilnehmer), leite ich seine Antwort auf diesem Wege hier weiter: ---------------------------------------------------- "Dietrich Baade" <mailto:dbaade@eso.org> schrieb: > Lieber Herr Pollmann, > ich bin weiterhin sehr beeindruckt von, und erfreut ueber, die Qualitate > heutiger "Amateur"-Spektroskopie. > > Vielleicht die augenscheinlichste Verifikation (die natuerlich immer > noch von technischen Fata Morgana geplagt sein kann) der > Glaubwuerdigkeit spektraler Veraenderungen ist die Kombination der > profile eine dreidimensionale Form (Wellenlaenge und Fluss wie im > Einzelspektrum plus Zeit als dritte Achse - ich habe von Ihnen so etwas > schon mal gesehen). > > Wenn die Differenz zwischen der geglaetteten Einhuellenden und den > individuellen Spektren keine erkennbare Strukur enthaelt, handelt es > sich entweder um Rauschen, d.h. Messfehler oder erratische > Veraenderungen des Sterns (auch Sterne koennen unterhalb eines gewissen > Niveaus rauschen!), oder um systematische Veraenderlichkeit, die jedoch > noch nicht als solche erkennbar wird, weil die zeitliche Aufloesung > nicht ausreicht. > > Als Beispiel nehmen Sie Wellen am Meeresstrand: Wenn man nur alle 5 > Minuten ein Foto macht, wird man nur schwerlich eine zeitliche > Systematik ableiten koennen. Bei Bildern alle 10 Sekunden kann man aus > ihnen wahrscheinlich einen netten Film machen, der aber viele Spruenge > aufweisen wird. Wenn man die Aufloesung auf 0,1 Sekunden erhoeht, > gewinnt man jedoch nichts, weil das Wellenmuster sich nicht wirklich > periodisch wiederholt. Desgleichen geraet man an instrumentelle > Grenzen, wenn man die Fotoserie aus der freien Hand macht, weil dann der > Blickwinkel sich aendert, was auch zu Fehlern ("Rauschen" - aber nicht > dem sprichwoertlichen Meeresrauschen) fuehrt. > > Bei einem veraenderlichen Stern weiss man die Zeitskalen nicht im > voraus, sondern muss sie rein empirisch bestimmen. > Mit den besten Gruessen > Dietrich Baade. |
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| Autor: | Roland Bücke [ 15. April 2009, 21:49:04 PM ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Eine sehr bildhafte Erläuterung von Herrn Baade über die Zusammenhänge bei zeitlichen Veränderungen, die man sich immer wieder mal vergegenwärtigen kann, wenn es um die Auswertung von Messreihen geht. Gruß Roland |
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